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Donnerstag, 31. Juli 2014
 
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Impfungen - nur etwas für Kinder?

Das Wort Kinderkrankheiten verleitet zur Vorstellung, nur Kinder wären betroffen. Der Name kommt jedoch daher, dass früher viele Kinder an vermeintlichen Kinderkrankheiten erkrankt und häufig auch gestorben sind. Dank der Impfungen ist dies heute anders. Doch auch ungeschützte Erwachsene können Krankheiten wie Windpocken oder Masern bekommen, die bei ihnen häufig schwerer verlaufen als im Kindesalter.

 

Impfungen gehören zu den wirksamsten und wichtigsten vorbeugenden Gesundheitsmaßnahmen. Sie schützen vor Infektionskrankheiten, die zum Teil sehr schwerwiegende Folgen haben können und gegen die es auch heute oft keine wirksame Behandlung gibt.

 

Was geschieht bei einer Impfung?

Der Mensch besitzt ein ausgeklügeltes Abwehrsystem - das Immunsystem. Mit dessen Hilfe kann sich unser Körper gegen unerwünschte Eindringlinge wie Viren oder Bakterien wehren. Durch eine Impfung wird das Immunsystem dazu angeregt, Abwehrstoffe (Antikörper) gegen den Erreger einer bestimmten Krankheit zu bilden. Bei manchen Impfstoffen wird auch eine Art Gedächtnis aufgebaut. Gelangen dann die wirklichen Erreger in den Körper, "erinnert" sich das Immunsystem, und der Erreger wird unschädlich gemacht, bevor die Krankheit zum Ausbruch kommen kann. Der Vorteil liegt in der Schnelligkeit der Reaktion. Der Erreger kann sofort attackiert werden.

 

Welche Impfstoffarten gibt es?

Zur Herstellung eines Impfstoffs kann entweder ein abgeschwächter oder abgetöteter Krankheitserreger oder einzelne Bestandteile eines Erregers verwendet werden, wie z. B. bestimmte Strukturen der Erregerhülle oder veränderte, entgiftete Bakteriengifte (Toxoide). Es werden zwei Impfstoffarten unterschieden: Wird ein vermehrungsfähiger, aber abgeschwächter Erreger verwendet, der die Krankheit nicht mehr auslösen kann, handelt es sich um einen Lebendimpfstoff. Verwendet man den abgetöteten Erreger oder nur einen Bestandteil wie zum Beispiel ein bestimmtes Protein der Oberfläche, so spricht man von einem inaktivierten Impfstoff oder Totimpfstoff.

 

Wie sicher sind Impfstoffe?

Bereits während des Zulassungsverfahrens werden höchste Anforderungen bezüglich der Sicherheit und Wirksamkeit an die Impfstoffe gestellt. Darüber hinaus werden sie auch nach der Zulassung permanent durch die zuständige Behörde überprüft. Dadurch ist garantiert, dass Impfstoffe zu den sichersten Medikamenten gehören, die zugelassen sind.

 

Die Schutzdauer von Impfungen ist unterschiedlich.

Bei einigen Impfungen besteht wahrscheinlich ein lebenslanger Schutz, so wie etwa nach der Masern-, Mumps- und Röteln-Impfung. Viele Impfungen, wie zum Beispiel die gegen Tetanus und Diphtherie, schützen etwa 10 Jahre (ab dem Alter von 50 Jahren nur etwa 5 Jahre), während andere Impfungen früher erneuert werden müssen. So wird die Grippe-Schutzimpfung jährlich wiederholt. Wichtig zu wissen: Auch das Durchmachen einer Krankheit führt nicht unbedingt zu lebenslanger Immunität. So kann man beispielsweise mehrmals an Keuchhusten erkranken.

 

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